1. September 2025 | Monatsimpuls

Gute Frucht 09/25

1. September 2025

Im Spätsommer verwandelt sich das Alte Land in ein nach Äpfeln duftendes Paradies. Die Apfelplantagen leuchten rot und grün, die Bäumchen hängen voller knackiger Vitaminbomben. Die Qualität des Obstes ist auch in diesem Jahr wieder besonders gut. So können wir uns auf die leckeren Äpfel freuen.

Wenn ich von Apfelbäumen höre, dann fällt mir folgende Geschichte ein:  Im Garten stand ein kleiner Apfelbaum, er trug seine erste Frucht. Darum bat die Mutter ihren Sohn, den Apfel nicht herunterzuschlagen, sondern reifen zu lassen. Doch was geschah? Beim Spielen kamen die Jungen doch zu dicht an den Baum, der Apfel fiel ab. Großes Erschrecken darüber, vielleicht auch Angst, dass die Mutter traurig sein oder etwa gar strafen würde. Nun, so junge Burschen können ja ganz schön clever sein. Also was tat der Junge? Er ging an den Nähtisch seiner Mutter, holte sich einen Zwirnsfaden, wickelte ihn um den Stängel des Apfels und hängte den Apfel wieder an einen Baum. Bald darauf ging die Mutter in den Garten und freute sich des kleinen Baumes und seiner Frucht. Da fiel ihr auf, dass der Apfel nicht mehr so frisch aussah. Sie prüfte und fand heraus, dass er gar nicht am Baum hing, sondern nur noch eine Zwirnsfadenverbindung bestand. Sie holte ihren Jungen und erfuhr den Zusammenhang.

Ist klar, der Apfel muss nun einmal am Baum hängen, mit diesem verbunden sein. Denn ohne die Wurzel des Baumes gäbe es ja keine Frucht, weil sie die Versorgung sicherstellt.

Genauso wird die gute Frucht des Heiligen Geistes – Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung – nur in unserem Leben entstehen und wachsen, wenn wir mit Jesus Christus verbunden sind. In Johannes 15,5 lesen wir die Worte Jesu: „Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, wird viel Frucht bringen. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“

So wie eine Rebe ständig mit dem Weinstock verbunden ist, dürfen wir täglich bewusst Zeit mit Jesus verbringen, indem wir mit ihm reden, die Bibel lesen, auf ihn hören und ihm vertrauen. Er wird so mehr und mehr unser Denken und Handeln prägen.

Wenn wir nun wieder in die guten Äpfel, vielleicht aus dem Alten Land genüsslich hineinbeißen, oder in eine andere Frucht, denken wir daran, durch meine Verbindung mit Jesus, wird die Frucht des Heiligen Geistes immer größer werden in meinem Leben, was für mich und für meinem Nächsten nur gut ist und Gott verherrlicht.

Paul Thomczik

(Beauftragter Ältere Generation FeGN und Mitglied im Arbeitskreis Ältere Generationen im Bund FeG)