Momentan möchte man am liebsten die Nachrichten abschalten und sich keine Gedanken machen, was uns alles begegnet. Eine Krise jagt die Nächste und es ist kaum mehr möglich alle Informationen zu hören, zu bewerten und zu verarbeiten. Und mit den Krisen, die immer näher an unsere Heimat kommen und ins eigene Heim kommen, kann es schon passieren, dass die eine oder der andere Person eine Himmelssehnsucht bekommt und die Hoffnung fürs heute ein wenig abhandenkommt.
Die Fülle an Nachrichten über Krisen und der Pessimismus der „Deutschen“ und ihr debattieren über Wohnzimmertemperatur, Speiseöl, Benzin, Sparmaßnahmen für Regierung und Privathaushalte und vieles andere mehr, können mürbe machen und Hoffnung rauben.
Was für eine Ermutigung ist dann zu lesen:
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir (Hebräer 13,14).
Aber wie gehen wir mit dieser Aussage um? Welche Konsequenz hat dieses Wort für mein Leben? „Keine bleibende Stadt zu haben“ macht etwas mit uns Menschen. Wir haben Sehnsucht nach einem Heimatort. Einem Ort der Geborgenheit und Ruhe. Ist diese Heimat aber nur in der Zukunft? Gibt es nur Hoffnung im Jenseits? Nein – unser Leben hier ist von Gott gewollt und hat damit einen enormen Wert an sich. Die Herausforderung besteht darin das Leben auf Erden zu leben, zu genießen, auszuhalten, zufrieden zu sein trotz des Wissens: Hier bin ich nicht für immer zu Hause. Ja, es gibt etwas zukünftiges auf dass ich mich freuen darf, aber das bedeutet nicht, dass es keine Hoffnung für das jetzt gibt.
Denn dieses Zukünftige ist nicht Vertröstung, sondern Trost. Es geht immer darum im Jetzt zu leben, Gott im Augenblick zu entdecken und zu wissen, dass Gott Orientierung und Geborgenheit gibt. Es ist die Herausforderung Jesus hier im Heute und im Morgen zu entdecken. Der Verfasser des Hebräerbriefes schreibt: Jesus Christus gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Gott wohnt in uns, er wirkt heute hier in dem Augenblick und mein Leben hat ein Ziel in der Ewigkeit.
Die Herausforderung ist den Moment nicht voller Sorgen zu leben oder nur in Vergangenheit oder Zukunft zu leben, sondern zu wissen, dass Gott mir im hier und jetzt begegnet und an meiner Seite ist. Das ist die Hoffnung, auf die wir trauen dürfen. Gott ist ein Gott der Hoffnung und er möchte, dass wir immer reicher werden an Hoffnung. Dies geschieht durch die Kraft des Heiligen Geistes, der meine Gedanken lenken kann. Entdecke diese Hoffnung in Christus neu und lass sie dein Jetzt und Hier bestimmen!
Daniela Knauz (Leiterin Referat Ältere Generationen)