1. Januar 2024 | Monatsimpuls

Ich will hören 01/24

1. Januar 2024

Wenn du jetzt den Monatsimpuls für den neuen, ersten Monat im Jahr in deinen Händen hälst oder ihn auf einem Bildschirm liest, hast du dir vielleicht viel für das neue Jahr vorgenommen, und ich wünsche dir, dass du all das umsetzen kannst. Beim Schreiben für diesen Impuls, bin ich in der Vorweihnachtszeit manchmal ganz schön ins Schwitzen gekommen. Einkäufe hier, Erledigungen da, noch diesen oder jenen Besuch verrichten – dann das Fest selbst.

Bei all dem Gewusel las ich plötzlich eine Anzeige von einem Hörgerätehersteller: ICH WILL HÖREN.

Von wem war da die Rede? Wir kennen solche Werbungen. Doch da war die Frage an mich: „Will ich hören? Bin ich bereit zu Hören? Auf wen höre ich eigentlich?“ Das angebotene Hörgerät war mir in meinen Gedanken schon längst einerlei. Die für mich folgenden Fragestellungen arbeiteten viel mehr in mir. In dieser hektischen und mit vielen Stimmen erfüllten Zeit ist es wichtig, auf den Richtigen zu hören.

Mir fällt da Samuel ein, der die Stimme Gottes hört und sie dem Eli zuordnet. Geht es mir auch so? Suche ich das Gespräch nicht mit Gott, sondern mit jemanden, der auch solch eine Stimme hat?

Ich will hören.

Samuel hört und auf anraten Elis nimmt er Kontakt mit Gott auf. Er sagt in 1. Samuel 3, 10b: „Rede, denn dein Knecht hört.“ Ja, dein Knecht ist bereit alles stehen und liegen zu lassen und deinen Auftrag an mich auszuführen. „Eigentlich habe ich ja gar keine Zeit, es gibt so viel zu tun.“ sage ich mir. Da sagt Gott mir zu, für meine Belange zu sorgen. Er wird mir in meiner Situation antworten und Hilfe senden.

Als ich das schrieb, habe ich den Kreis „Älterer Generationen“ vorbereitet und vieles mehr. Ich suchte einen Klavierspieler für den Nachmittag. Plötzlich eine e-Mail – „Klaus, ist am Donnerstag Seniorenkreis? Ich bin bereit bei euch das Klavier zu spielen.“ Etwas später ein Anruf einer lieben Frau aus der Gemeinde: „Klaus, ich möchte so gerne einen Kuchen für den Seniorenkreis backen.“ Alles Antworten auf das Reden mit Gott. Damit nicht genug. Nach langer Krankheit meldete sich unsere Putzhilfe – ich habe in einer meiner letzten Impulse von ihr berichtet – und sagte: „Ich hätte heute Zeit und möchte gern versuchen, ob meine Kraft für einen Einsatz bei euch reicht.“ Sie kam und ohne mein Zutun war auch die Wohnung für das Fest auf Vordermann gebracht.

Wir haben einen großen Gott, der mit uns sprechen will. In allen Lebenslagen auch im Neuen Jahr. Will ich hören? Bin ich bereit, mein eigenes Schaffen an Gott abzugeben? Meine Frau sagt dann immer zu mir: „Das werde ich erstmal mit dem Chef besprechen“ und geht ins Gebet. Die Gebetserhörungen werden dann nicht auf sich warten lassen. Lasst uns in der nächsten Zeit einmal darauf achten, wo wir auf Gott hören, und er handelt, wenn wir mit ihm sprechen.

Ich wünsche uns ein offenes Ohr für das Hören auf Gott, und einen Mund, der den Auftrag Gottes erfüllt.

Klaus Weniger (Mitglied im Arbeitskreis Älterer Generationen)