Am Ende unserer Frühjahrs-Sitzung des Arbeitskreises „Ältere Generation“ hat uns Daniela einen Einkaufswagen-Chip mit der Aufschrift „Jesus liebt dich“ geschenkt. Den kann ich auch einmal, mit den besten Wünschen, meinem Einkaufswagen-Nachfolger überlassen.
Jesus liebt jeden Menschen und er hat uns zuerst geliebt. Diese Aussage hat mich zu einer Predigt über die Seelsorge Jesu an seinem Jünger Petrus geführt. Petrus hat versagt und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Jesus: gekreuzigt, gestorben und auferstanden, aber nicht mehr so anwesend wie vorher. Wie wird Jesus ihm begegnen? Wird Jesus ihm vergeben können?
Was tut man jetzt an der Stelle von Petrus, was würde ich in der Situation machen? Petrus sagt zu einigen Jüngern: „Ich gehe wieder fischen, meiner alltäglichen Arbeit nach. Ich muss für meine Familie sorgen.“ Obwohl er doch von Jesus einen anderen Auftrag bekommen hatte:
Er sollte Menschen von Gottes guter Botschaft weitersagen und sie in seine Nachfolge rufen. Mir geht es oft auch so, dass ich, wenn ich mich allein fühle, das tue, was mir am nächsten ist. Vielleicht nicht gerade das, was Jesus von mir möchte. Oft ist mein Handeln dann nicht nachhaltig. Petrus war erfolglos in dem, was er gerade tat, und da hinein begegnet ihm Jesus, der beste Seelsorger für uns Menschen.
Er geht am Ufer entlang und fragt die Fischer nach einem Frühstück. Er hat schon etwas vorbereitet, doch fragt er, ob sie schon etwas gefangen haben. Er wusste ja die Antwort und gab ihnen den Rat, noch einmal das Netz zur rechten Seite auszuwerfen. Als die Jünger die große Menge an Fischen im Netz sahen,
sagte Johannes: „Es ist der Herr!“ Als sie die Netze an Land gezogen hatten, lud Jesus sie zum Frühstück ein. Aber keiner wagte ihn zu fragen, wer er ist.
Nach dem Frühstück – wie wunderbar, erst gemütlich „eine Tasse Kaffee“, dann das seelsorgliche Gespräch mit Petrus, in dem Jesus es auf den Punkt bringt
und ihm die Frage stellt, ob er ihn mehr liebt als die anderen es tun, nachzulesen in Johannes 21,15-21.
Dann fragt Jesus ihn noch zweimal: „Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?“ Dreimal hat Petrus ihn verleugnet und dreimal muss er sich nach seiner Liebe
fragen lassen, doch gibt ihm Jesus nach jeder Antwort einen neuen Auftrag. Nach der dritten Frage wird Petrus traurig, und so antwortet er sinngemäß:
„Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich keine große Stütze für dich bin, aber ich habe gelernt: weil du mich so sehr liebst, habe ich dich auch lieb.“
Jesus vergibt dem Petrus und gibt neue Aufträge, auch für dich und mich. Wir dürfen seine Zeugen sein und das aus lauter Liebe zu ihm, auch wenn wir versagt haben.
Er – Jesus Christus – ist die personifizierte Liebe für dich und mich, heute, morgen und in alle Ewigkeit – und auch für meinen Einkaufswagen-Nachfolger.
Er weiß es vielleicht noch nicht, aber ich kann es ihm sagen. Der Herr Jesus will uns dazu helfen.
Gottes Segen für dich in der nächsten Zeit als sein Nachfolger!
Klaus Weniger (Mitglied im Arbeitskreis Ältere Generationen)