FeG Deutschland

Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR

Gemeinde vor Ort suchen und finden

Kontakt zum Bund FeG

FEG INFO | Newsletter abonnieren

Jetzt den Bund FeG fördern und unterstützen

FeG-Arbeitsbereiche

Institut Gemeindeentwicklung und Leiterschaft | IGL

FeG Ältere Generationen

FeG Aufwind-Freizeiten

FeG Auslands- und Katastrophenhilfe

FeG Diakonie | DAG

FeG Evangelisation | Praxisinstitut

FeG Frauen

FeG Freiwilligendienste

FeG Gemeindegründung

FeG Gesprächskreis für soziale Fragen | GsF

FeG Jugend

FeG Kinder

FeG Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Presse

FeG Pfadfinder

FeG Sanitätsdienst

FeG Seelsorge

FeG Theologische Hochschule

FeG-Arbeitskreise

FeG Historischer Arbeitskreis | HAK

FeG Internationale Gemeindearbeit in Deutschland | AK IGAD

 

1. Juli 2024 | Monatsimpuls

Mitten ins Herz – 07/24

Wer kennt es nicht – man liest oder hört etwas, aber die Gedanken sind wo ganz anders. Da lese ich meine Bibel und plötzlich denke ich über das Leben, das Abendessen oder die Wäsche nach. Im Englischen nennt man dies Mind Wandering. Unsere Gedanken gehen auf Wanderschaft und verfolgen einen neuen Gedanken, der mit dem Gelesenen oder Gehörten in dem Moment nichts zu tun hat. Bei mir liegt dies manchmal daran, dass ich den Bibeltext entweder gut kenne oder den Vers eines biblischen Buches als nicht ganz so spannend einordne.

Nehmen wir mal 1. Chronik 1,1-4: Die Nachkommen Adams waren Set, Enosch, Kenan, Mahalalel, Jered, Henoch, Metuschelach, Lamech und Noah. Die Söhne Noahs waren Sem, Ham und Jafet. 

Oder ich lese Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte…

Es sind diese Sätze oder Wörter, bei denen meine Gedanken manchmal auf Wanderschaft gehen, weil der Text für mich zu „trocken“ wirkt oder ich ihn schon so oft gehört habe.

Aber es passiert eben auch das andere. Ich höre oder lese etwas und es trifft mich mitten ins Herz und ich denke dann Tage oder Wochen darüber nach. So erging es mir vor einiger Zeit. Ich höre den ersten Vers aus Esra: Und im ersten Jahr, als Kyrus König von Persien war, erfüllte sich das Wort des HERRN, das er durch Jeremia gesprochen hatte: Er entflammte den Geist des Kyrus, sodass dieser die folgende Erklärung abfassen und im ganzen Reich verkünden ließ.

Im ersten Moment dachte ich: Ach ja, im ersten Jahr…König Kyrus…und so wollten meine Gedanken auf Wanderschaft gehen. Aber dann ließ mich etwas aufhorchen und nicht mehr los. Gott entflammte den Geist des Kyrus? Luther übersetzt den Vers mit: „erweckte der Herr…den Geist des Kyrus“. Schaut man sich dies näher an, entdeckt man: Gott lenkt Gedanken und schreibt so an der Geschichte mit.

Im Buch Esra begegnet uns dies nochmals. Im 6. Kapitel am Ende liest man: Fröhlich feierten sie sieben Tage lang das Fest der ungesäuerten Brote. Denn der HERR hatte sie fröhlich gemacht und die Haltung des assyrischen Königs verändert, sodass dieser ihnen bei der Arbeit am Haus Gottes, des Gottes Israels, half. 

Gott hat die Haltung des Königs verändert. Er ist es der Gedanken lenkt und Menschen Dinge aufs Herz legt. Je länger ich über diese Worte nachdenke, desto mehr Rätsel geben sie mir auf. Und ich entdecke viele Fragen: Wie macht Gott das? Warum? Warum nicht überall und anders? Könnte Gott dann Geschichte nicht anders schreiben? Und ich merke, dass meine menschliche Sicht und Gedankengänge dies irgendwie einsortieren wollen und damit etwas Entscheidendes verloren geht. Das Staunen über Gottes Größe und Herrlichkeit. Er ist es der Gedanken und Herzen lenkt und Menschen verändert. Das „wie“ und „warum“ bleibt oft ein Rätsel.

Und so nehme ich im Glauben und Vertrauen an, dass Gott dies kann es und es richtig macht. Und ich bitte Gott, dass seine Worte mich immer wieder mitten ins Herz treffen und dass er auch meine Gedanken und mein Herz lenkt und ich dann das Richtige tue. Und es ermutigt mich im Gebet bei vielen Dingen dranzubleiben und zu glauben, dass Gott Menschen und Ereignisse verändert.

Daniela Knauz (Leiterin Referat Ältere Generationen)