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1. Mai 2024 | Monatsimpuls

Neue Wege 05/24

Ein Blick in meinen Alltag und wir fühlen uns schnell überwältigt angesichts all der Herausforderungen. Es scheint als würde sich gerade so viel ändern. Die Themen rund um Künstliche Intelligenz, Technik und wissenschaftlichem Fortschritt tun das ihre. Sie geben einem oft das Gefühl – es ändert sich so viel und ich komme kaum mit. Und es ist auch wirklich so. Vor wenigen Wochen konnte man noch einfach sein Rezept beim Arzt abholen, nun geht es nur noch über die Krankenkarte. Man hat sonst eine Krankmeldung bekommen, nun läuft dies alles digital. Man will eine Fahrkarte am Schalter kaufen – aber dieser ist zu und die App überfordert einen. Man will für den Urlaub Geld wechseln und erfährt, dass die Devisen nicht zur Verfügung stehen, weil im Urlaubsland alles bargeldlos funktioniert. Man betritt das Restaurant und ein kleiner Roboter fährt um einen herum um Geschirr abzuräumen. Die Hotline hat einen Chat-Assistenten und kann schnell rund um die Uhr helfen oder einen wahnsinnig machen. Spiele, Filme und Meditation bekommen durch die Virtual Reality Brillen eine ganz neue Dimension. Neue Wege – andere Wege – nicht unbedingt schlecht, aber in der Summe scheinen sie einen ab und an zu überfordern.

Und dann kommen die Nachrichten rund um Deutschland, Europa und die Welt hinzu. Unsere Welt wirkt momentan so instabil, unsicher und komplex. Vorallem aber verändert sich die Lage fast stündlich.  Nachrichten können 24 Stunden lang gehört, gelesen oder angeschaut werden. Haben wir in alledem die Gewissheit, dass Gott da ist und die Welt sieht und den einzelnen trägt?

Vielleicht hatte Josef im Alten Testament auch so ähnliche Gedanken. Er war der 11. Sohn des biblischen Erzvater Jakob. Die Familiensituation war nicht einfach und vor allem nicht das Verhältnis der Söhne untereinander. Und so wird Josef nach einem Streit mit seinen Brüdern von ihnen in die Sklaverei verkauft. Sein Leben wird von einem Tag auf den anderen komplett auf den Kopf gestellt. Er ist nicht mehr Sohn eines Herren, sondern nun ist er Sklave. Er muss in einem anderen Land leben, neue Kulturen, Sprache und Sitten lernen. Und er ist weit entfernt von seiner Familie. Und kann ihnen nicht mal eine Nachricht senden. Er konnte sich nicht wehren und musste den „neuen“ Weg akzeptieren. Sein Weg war steinig – der Sklave hatte es nicht einfach und landete sogar unschuldig im Gefängnis. Doch er gab nicht auf und wurde eines Tages der Stellvertreter des Pharaos. Beim Lesen der Geschichte im Alten Testament (1. Mose 37-50) kann es passieren, dass man die Zeitschiene aus den Augen verliert. Viele Jahre werden in wenige Versen geschildert. Erst bei genauem Lesen entdeckt man, dass der steinige Weg ganze 13 Jahre angedauert hat. Und dann als Josef mit 30 Jahren in den Dienst des Pharaos tritt, ist er immer noch in einem fremden Land. Er heiratete, bekam zwei Söhne und musste entdecken, dass das Leben anders verlaufen war, als er sich dies mit 17 erträumt hatte.

Auch unser Leben verläuft in manchen Bereichen anders als wir es erwarten oder gewohnt sind. Es ist nicht immer leicht, wenn Gewohntes wegbricht und die Zukunft ungewiss ist. Und trotzdem liest sich in der Josefs Geschichte auch was Tröstliches. Gott war dabei. Er begleitete Josef und war ihm Trost und Halt. Und so ist es auch für uns heute. Jesus verspricht, dass wir einen Tröster bekommen, der bei uns sein wird, bis zum Ende der Zeit. Wir müssen durch keine Zeit des Lebens allein gehen. Gott ist an unserer Seite. Das Leben wird sich immer wieder verändern und Situationen werden ungewiss bleiben. Aber Jesus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit und lässt uns nicht allein. Mit dieser Zuversicht will ich den neuen, veränderten Wegen begegnen.

Daniela Knauz (Leiterin Referat Ältere Generationen)