Am Donnerstagabend, 15.2.24 sprach Prof. Dr. Arndt Schnepper, Dozent an der Theologischen Hochschule Ewersbach zum Thema Buße und Bekehrung.
Prof. Dr. Schnepper erläuterte die zwei Begriffe nach Julius Schniewind und zeigte auf:
“Tut Buße“ heißt eigentlich „Bekehret euch.“ […] Buße heißt soviel wie Bekehrung, heißt Umkehr zu Gott, heißt Wendung zu Gott.
Das griechische Wort Metanoia heißt Wendung zu Gott. Zusammenfassend kann man sagen:
- Die Begriffe „Buße“ und „Bekehrung“ bezeichnen ein und dieselbe Sache.
- Metanoia – es geht um die Hinwendung zu Gott.
- Im heutigen Sprachgebrauch meint „Bekehrung“ die erste, grundsätzliche Hinwendung zu Gott. Ähnliche Begriffe sind „Wiedergeburt“, „ihn aufnehmen“, „zum Glauben kommen“ etc.
- Unter „Buße“ verstehen wir heute eher kleinere Formen der Wendung zu Gott, also erneute Ausrichtungen auf ihn.
Prof. Dr. Arndt Schnepper gab den Zuhörenden 11 gute Impulse mit:
- Wir holen die Begriffe „Buße“ und „Bekehrung“ aus dem „Gemeinde-Museum“ zurück und beginnen sie zu „pflegen“. [Und nicht nur sie.]
- Ich freue mich über meine Bekehrung. Ich bete: „Danke, dass ich umkehren durfte. Danke, dass du mich bekehrt hast!“
- Die Umkehr meiner Mitmenschen wird mir ein Herzensanliegen. Ich bete für sie und handle so, wie der Herr mich führt.
- Ich plane regelmäßig Zeiten der inneren Umkehr ein. Gewohnheit der „Kompasszeiten
- Ich nutze die Praxis der Beichte. Ich bekenne meine Schuld und höre die Vergebung zugesprochen.
- Wir rechnen in unseren Gottesdiensten mit Bekehrungen und Buße und beten für sie.
- Wir bezeugen in unseren Gottesdiensten Bekehrungen und Neuausrichtungen.
- Wir ermuntern unsere Prediger, über Buße und Umkehr zu sprechen.
- Wir bieten konformierende Praktiken für Bekehrung und Buße an.
- Wir beten miteinander in unseren Gottesdiensten und Gebetsgruppen Buß- und Umkehrpsalmen.
- Wir bieten in der Passions- und Adventszeit eine Gebets- und Fastenwoche an.