15. August 2023 | Allgemein

Rückblick Impulsabend „Mutig leiden an der Gemeinde“

15. August 2023

Peter Strauch ermutigt Ältere Erwachsene

Veränderungen sind natürlich – Gemeinschaft notwendig

„Es gibt gewaltige Veränderungen, die ältere Menschen im Laufe der Jahre erlebt haben“, so eröffnete Altpräses Peter Strauch den Impulsabend am Freitag, 10. August 2023. Die rund 400 Teilnehmenden folgten der Einladung des Referates Ältere Generationen und hörten vor ihren Bildschirmen dem Thema „Mutig leiden an der Gemeinde“ interessiert zu.

Peter Strauch sprach über drei Veränderungsbereiche: kulturell bedingte, inhaltliche und gravierende Veränderungen. Er machte deutlich, dass das Zentrale in der Bibel zeitlos sei, kulturelle Veränderungen aber nötig. „Das Gefäß, in der der zeitlose Inhalt der Bibel gegossen wird, ändert sich. Das muss sich auch ändern.“ Diese Veränderungen täten jedoch weh. Es komme ein Verlust auf, den ältere Menschen, die schon länger mit Jesus unterwegs sind, oft empfänden. Dies macht sich nach Strauch vor allem im Bereich der Musik bemerkbar.

Frauenfrage als inhaltliche Veränderung

Inhaltliche Veränderungen gingen tiefer und seien gewichtiger. Am Beispiel von drei Feldern machte er diese Veränderungen deutlich. Er berichtete hier unter anderem von dem Prozess über die Frage der Pastorinnen. Ihm sei klar geworden, dass es bei Pastoren und Pastorinnen nicht in erster Linie auf das Geschlecht ankomme, sondern auf die Berufung und Begabung. Dabei betonte Peter Strauch, dass Gaben niemals nur Deko sind, sondern gebraucht werden sollen und somit eine Verantwortung mit einhergeht. Inhaltliche Veränderungen seien schwerwiegend und griffen in unser biblisch-theologisches Denken ein.

Der dritte Themenbereich umfasste gravierende Veränderungen. Peter Strauch unterstrich, dass ihm in der Vorbereitung klar geworden sei, dass er an dieser Stelle das Thema Homosexualität, das auch im Gesprächsprozess des Bundes FeG besprochen wird, ansprechen muss. Er hält Veränderungen, die den Bund FeG gerade im Gesprächsprozess beschäftigen, für gravierend. Gravierend deshalb, weil die Veränderung nachhaltig ist. Peter Strauch mahnte zum gegenseitigen Zuhören und betonte, wie wichtig es sei, gemeinsam ins Gespräch zu diesem Thema zu kommen.

Es gibt keine spannungsfreie Gemeinde

Der Altpräses unterstrich am Ende, dass Gemeinde nicht in einer frommen Blase leben darf, sondern mitten in dieser Gesellschaft. Er gab Tipps, wie man mit den drei Veränderungsfeldern umgehen kann und machte den Teilnehmenden bewusst, dass es keine spannungsfreie Gemeinde gibt. „Wer diese sucht, wird immer Suchender bleiben.“ Er forderte die Zuhörer und Zuhörerinnen auf, sich nicht zurückzuziehen, sondern Gemeinschaft zu suchen, auch wenn dies bedeute, dass man an der Gemeinde „mitleidet“.

Hier ein Mitschnitt des Impulses, der via Zoom stattfand. Die Begrüßung, Vorstellung und anschließende Diskussion wurden nicht aufgezeichnet.

 

Mutig leiden an der Gemeinde – Impulsabend mit Peter Strauch from FeG Deutschland on Vimeo.